210104 Impfen

Weiter zusätzliche Impfdosen nötig

Bühl: „Auch der Ilm-Kreis soll Sonderregelungen eines Hochinzidenz-Landkreises bekommen“

Sowohl der Ilm-Kreis als auch viele andere Landkreise Thüringens weisen seit Wochen eine Corona-Inzidenz von weit über 200 auf. Der Ilm-Kreis liegt derzeit bei einem Wert knapp unter 300, damit ist die Zahl in den letzten Wochen noch deutlich angestiegen. Das Thüringer Sozialministerium hatte auf deren Webseite ab einem Wert von 200 von Hoch-Inzidenzkreisen gesprochen und zusätzliche Impfdosen für bestimmte Kreise freigegeben.

Daraufhin hatte sich Landtagsabgeordneter Andreas Bühl (CDU) genauso wie Landrätin Petra Enders (Linke) an die Gesundheitsministerin Heike Werner (Die Linke) gewandt, um auf die ebenso schwierige Situation im Ilm-Kreis hinzuweisen. Nachdem bisher keine Antwort des Sozialministeriums eingegangen war, thematisierte Bühl dies ebenso in der letzten Sitzung des Thüringer Landtags. Der Abgeordnete hinterfragte, welche Kreise aktuell mit einer Ansteckungsrate von über 200 als Hochinzidenz-Landkreise gelten müssten. Hiervon seien aktuell laut Gesundheitsministerin Werner aktuell 13 Kreise betroffen.

„Nach logischer Auffassung müsste nun für den Ilm-Kreis eine Sonderregelung in Kraft treten, um einen erhöhten Impfstoffanteil zu erhalten und die Verimpfung an die Prioritätengruppe 3 starten kann. Das ist im Ilm-Kreis bisher nicht passiert. Die Lieferung des Bundes mit einem Mal auf nur wenige der Kreise mit hoher Inzidenz zu verteilen war wenig sinnvoll. Mit diesen Impfdosen hätte man zum Beispiel ehrenamtliche Einsatzkräfte in allen Hochinzidenzregionen früher impfen können.“, so Andreas Bühl. Schlussendlich erfragte der Landtagsabgeordnete, ob in allen Hochinzidenz-Landkreisen nun Prioritätengruppe 3 geöffnet werden könne. Es habe nur für die fünf Kreise, die eine Zusatzlieferung erhalten haben, ein Impfangebot für die Prioritätengruppe 3 geben können, antwortete Ministerin Werner. Die weitere Freigabe für ganz Thüringen werden beraten, sei aber bisher nicht entschieden.

„Mit den zusätzlichen Impfdosen für nur einige wenige Landkreise hat die Landesregierung ein Durcheinander und eine Ungleichbehandlung geschaffen. Obwohl der Ilm-Kreis genauso betroffen ist, bekommen wir keine zusätzlichen Dosen“, kritisiert Andreas Bühl. Hinzu komme, dass die Impfzentren im Ilm-Kreis aufgrund der Organisation des Landes auch erst als letztes geöffnet hätten. „Es bleibt weiter dabei auf die insgesamt steigende Verfügbarkeit von Impfstoffen zu setzen, die sich jetzt schon zeigt. Ich freue mich, dass die Dosen für Hausarztpraxen nun deutlich steigen.“, so Bühl abschließend.