Bühl: Autofahrer hätten weniger durch Baustellen auf A71 belastet werden können

In den vergangenen Jahren war die Autobahn 71 auf Höhe Behringer Tunnel bis zur Autobahnabfahrt Ilmenau-Ost in beiden Richtungen immer wieder von langanhaltenden Baustellen mit deutlichen Einschränkungen des Verkehrs betroffen. Nun ist wieder eine Baustelle errichtet, die für längere Zeit den Verkehr behindern wird. Die Häufung an Baustellen und die jährlich auftretenden Verkehrseinschränkungen sorgen zunehmend für Unverständnis. Wie viele Autofahrer fragt sich Landtagsabgeordneter Andreas Bühl (CDU), warum diese Baumaßnahmen nicht mehr gebündelt werden konnten. Hierzu befragte er Verkehrsstaatssekretär Klaus Sühl (Linke) in der Sitzung des Thüringer Landtags in dieser Woche.

Dieser führte aus, dass es sich um notwendige Maßnahmen handele, die aufgrund des normalen Verschleißes der Autobahn seit der Eröffnung 2003 entstanden seien. So erfolge im Zeitraum August bis September auch eine kurzfristige Sperrung der Abfahrt Ilmenau-Ost. Bis September 2020 wird es immer wieder weitere kürzere Einschränkungen aufgrund der Sanierung von Brückenbauwerken geben. Die bisherigen starken Einschränkungen sollen bis Ende Oktober 2019 andauern. Im Zeitraum von Juni bis August werde die Baustelle noch einmal umgebaut. Seit 2016 habe es jährlich Baumaßnahmen in erheblichem Umfang gegeben. Hier sah Staatssekretär Sühl allderdings keine Möglichkeiten der Bündelung.

„Zunehmend stößt auf Unverständnis, dass nun schon Jahre in Folge jedes Jahr gleich für Monate mit Einschränkungen auf Höhe Behringer Tunnel zu leben ist. Ich kann dieses Unverständnis teilen, weil man sich schon fragen muss, ob Maßnahmen in den letzten Jahren nicht besser koordiniert und gebündelt werden konnten. Leider hat Staatssekretär Sühl keine solchen Optionen aufgezeigt. Auch sah er kein Problem darin, dass nun faktisch von Erfurt bis Suhl die ganze A71 zur Großbaustelle geworden ist. Hätte das dem Verkehrsministerium unterstehende Landesamt für Bau und Verkehr diese Maßnahmen in den vergangenen Jahren besser aufgeteilt, hätte man vielen Pendlern und Autofahrern einigen Stress ersparen können.“, so Bühl in der Diskussion im Landtag.