Bühl: „Unser Wald und die Waldbesitzer brauchen Unterstützung!“

Die CDU-Fraktion im Thüringer Landtag hat ein 500 Millionen Euro schweres Paket für die nächsten zehn Jahre zu Rettung der Wälder in Thüringen auf den parlamentarischen Weg gebracht. In dieser Woche hat sich der Landtag in Erfurt erstmals mit einem Gesetzentwurf sowie einem entsprechenden Antrag befasst. „Nach den Sturmschäden sowie den extrem heißen Sommern der vergangenen Jahre ist die Ausbreitung des Borkenkäfers so hoch wie zuletzt vor mehr als 70 Jahren“, so Landtagsabgeordneter Andreas Bühl. „Ein Großteil der Anpflanzungen und Kulturen ist vertrocknet. Der Regen der letzten Wochen durchdringt kaum die oberen Erdschichten. Den Waldeigentümern droht weiter der Totalverlust. Sie sind finanziell nicht mehr in der Lage das Schadholz aufzuarbeiten.“ Das liege auch daran, dass die Preise am Holzmarkt zusammengebrochen seien. Die Reserven der kommunalen und privaten Waldeigentümer sind aufgebraucht, Mitarbeiter und Betriebe erschöpft.

„Wir dürfen die Waldbesitzer in unserer Region nicht alleine lassen“, sagte Bühl. Die CDU-Fraktion hat dabei nicht nur den Landeswald im Blick, sondern vor allem die kommunalen und privaten Waldbesitzer. Hier gehe es nicht nur um Hilfen für viele Eigentümer von kleinen Parzellen, die sich zum Teil schon seit Generationen in Familienbesitz befinden, sondern um die Bewahrung unserer aller Lebensgrundlage, nicht nur für den ländlichen Raum. „Auch unsere Wälder im Ilm-Kreis erfüllen eine wichtige Schutz- und Erholungsfunktion. Wälder leisten einen unverzichtbaren Beitrag für den Klimaschutz. Sie liefern uns den Baustoff Holz, prägen unser Landschaftsbild und sind unverzichtbare Grundlage für rund 40.000 Arbeitsplätze in der Thüringer Holzindustrie.“

Mit Sorge betrachtet Bühl den Zustand der Wälder am mittleren Rennsteig. Laut Waldzustandsbericht von ThüringenForst sind inzwischen sieben von zehn Bäumen erkrankt. „Für unseren Wald ist es also nicht fünf vor Zwölf, sondern bereits halb eins. Darum müssen wir nachhaltig helfen.“, sagte Bühl abschließend.