Schlittenerlebniswelt braucht Unterstützung der Landespolitik

Auch Landtagsabgeordneter Andreas Bühl (CDU) war bei den Gesprächen mit der Aufbaubank und der Arbeitsebene des Wirtschaftsministeriums dabei, um nun in der Landespolitik für die Umsetzung des Projektes der Schlittenerlebniswelt zu werben. „In Ilmenau als Stadt mit den meisten Rodel- Olympiamedaliengewinnern der Welt, haben wir Möglichkeiten eine Attraktion zu schaffen, die landesweit und darüber hinaus ein Anziehungspunkt sein kann. Dazu braucht es starke Unterstützung des Freistaates, denn Stadt und Landkreis können dieses Projekt nicht allein stemmen.“, sagte Bühl, der im Landtag auch für Tourismuspolitik zuständig ist.

Bei dem Gespräch sei von einer bis zu 90-prozentigen Förderung des Zweckverbandes für die Schlittenerlebniswelt aus Stadt Ilmenau und Ilm-Kreis die Rede gewesen. Dieses Mittel würden aber nach den Antragsformalitäten erst frühestens im Jahr 2021 zur Verfügung stehen. „Das ist zu spät. Zur Rodel-Weltmeisterschaft im Februar 2023 muss die Erlebniswelt stehen. Dann erzielen wir damit die größte Aufmerksamkeit und den höchsten touristischen Nutzen. Dafür müssen in diesem Jahr bereits finanzielle Mittel zur Planung des Projekts zur Verfügung stehen.“, ist sich der Landtagsabgeordnete sicher.

In der geschäftsführenden Landesregierung liegt der Fokus auf Oberhof mit einem Ski- und Wintersportmuseum, zu dem es allerdings bisher keine konkreten Ideen gäbe, so die Berichterstattung rund um den Biathlon Weltcup am letzten Wochenende. „Wir in Ilmenau sind mit einem engagierten Verein und konkreten Projektplänen sowie Ausstellungsstücken schon viel weiter. Es gibt ein Grundstück, es gibt gewillte Akteure von Stadt, Kreis, Land und Verein. Damit kann nur Ilmenau im Zeitplan vor den Großereignissen tatsächlich fertig werden. Ein einseitiger Fokus auf Oberhof hilft deshalb nicht weiter. Wenn dann müsste man die Projekte gemeinsam denken und mit den im Landeshaushalt vorhandenen Finanzmitteln schon in diesem Jahr die Planung der Erlebniswelt in Ilmenau beginnen.“, sagte Andreas Bühl.

Hierfür werde Bühl in den nächsten Wochen Gespräche führen und könne sich gut vorstellen, dass dafür auch Mehrheiten im Parlament zu finden sein könnten. Deshalb setze er auf eine kompromissbereite Landesregierung. Schon auf der Grünen Woche werde er dazu auch die Gelegenheit ergreifen.